Pressemitteilung zum Schichtwechsel

Chemnitz | 03.07.2026
PRESSEMITTEILUNG


Schichtwechsel 2026: Neue Perspektiven kennenlernen


Am 24. September 2026 findet der bundesweite Aktionstag „Schichtwechsel“ statt. Beschäftigte, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen tätig sind, können für einen Tag ihren Arbeitsplatz mit Menschen tauschen, die nicht in einer Werkstatt beschäftigt sind.


Ziel des Aktionstages ist es, die Vielfalt und Qualität der Werkstattarbeit für Menschen sichtbar zu machen, die in ihrem Alltag keine oder wenig Berührungspunkte mit Werkstätten und ihren Mitarbeitenden haben. Gleichzeitig entstehen neue Perspektiven, indem sich mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen auseinandergesetzt wird. Das Thema Arbeit verbindet hierbei alle Teilnehmenden, ohne die individuelle Leistungsfähigkeit oder potenzielle Hemmnisse in den Vordergrund zu stellen.

Die Lausitzer Werkstätten gGmbH beteiligen sich seit 2023 am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“. Im Jahr 2025 konnten mit dem Seenlandklinikum Hoyerswerda, der Agentur für Arbeit, der Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe sowie dem Ordnungsamt der Stadt Hoyerswerda zahlreiche engagierte Partner für einen Arbeitsplatztausch gewonnen werden. Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzte zudem Bürgermeister Mirko Pink, der seinen Arbeitsplatz für einen Tag mit dem Vorsitzenden des Werkstattrates tauschte. Die große mediale Aufmerksamkeit rund um den Aktionstag führte dazu, dass neue Außenarbeitsplätze für Beschäftigte der Werkstatt geschaffen werden konnten. Gerade in einer strukturschwachen Region stellt die Gewinnung neuer Kooperationsbetriebe oftmals eine Herausforderung dar. Umso größer ist die Freude über die breite Unterstützung und das große Engagement der beteiligten Unternehmen und Einrichtungen. Auch 2026 werden alle bisherigen Partner erneut am Schichtwechsel teilnehmen. Darüber hinaus konnten mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst sowie dem geriatrischen Bereich des Seenlandklinikums weitere neue Tauschpartner gewonnen werden. Besonders erfreulich ist, dass Bürgermeister Mirko Pink sein Engagement fortsetzt und in diesem Jahr einen Arbeitstag in der Wäscherei der Lausitzer Werkstätten verbringen wird.


Die Görlitzer Werkstätten konnten im vergangenen Jahr ihre Tauschplätze verdoppeln und 13 Personen die Teilnahme am Schichtwechsel ermöglichen. Wie auch in anderen Werkstätten entstand durch den Aktionstag die Möglichkeit, einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz zu installieren. Gute Erfahrungen wurden in Görlitz mit dem Modell gemacht, am Tag vor dem Schichtwechsel die tauschenden Personen aus den Kooperationsfirmen in die Werkstatt einzuladen und die Tauschpartner in diesem Rahmen bereits kennenzulernen.

Auch die Inpuncto Lebenshilfe-Werkstatt in Dresden blickt positiv auf ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Aktionstag „Schichtwechsel“ zurück. Im vergangenen Jahr beteiligten sich insgesamt acht Unternehmen und Institutionen als Schichtwechsel-Partner. Dabei begrüßte die Werkstatt elf Gäste aus den beteiligten Betrieben, während zehn Beschäftigte der Werkstatt für einen Tag externe Arbeitsplätze kennenlernen konnten. Die Planungen für den 2 Schichtwechsel 2026 haben bereits begonnen. Aus Sicht der Inpuncto Lebenshilfe-Werkstatt ist der Schichtwechsel ein wertvoller Beitrag zur Inklusion und Teilhabe am Arbeitsleben. Die Rückmeldungen aller Beteiligten fallen seit Jahren durchweg positiv aus. Darüber hinaus konnten durch die im Rahmen des Aktionstages geknüpften Kontakte bereits drei betriebsintegrierte Arbeitsplätze (BIAP) geschaffen werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Schichtwechsel die Offenheit und Motivation der Beschäftigten stärkt, neue berufliche Perspektiven außerhalb der Werkstatt zu erkunden und den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wagen.


Die WfbM Borna nimmt in diesem Jahr bereits zum dritten Mal am Aktionstag teil. Im vergangenen Jahr konnten zwölf Beschäftigte der Werkstatt einen Tag lang Arbeitsplätze und Tätigkeiten in sechs Bornaer Unternehmen kennenlernen und aktiv mitarbeiten. Im Gegenzug erhielten acht Mitarbeitende aus den beteiligten Firmen Einblicke in den Arbeitsalltag der Einrichtungen und unterstützten die Beschäftigten vor Ort. Für den „Schichtwechsel“ 2026 laufen derzeit die Vorbereitungen.

Zum vierten Mal werden auch in diesem Jahr in der Werkstatt der Lebenshilfe Leipzig die Perspektiven gewechselt. Der Bestandspartner BMW Group Leipzig ist wieder vertreten und auch neue Kooperationen konnten mit Globus Leipzig-Seehausen, REWE und der Scholz Recycling GmbH gewonnen werden. Im vergangenen Jahr konnten 13 Mitarbeitende aus der Werkstatt in einem der Kooperationsbetriebe einen Tag verbringen, während 12 Angestellte einen Blick in den Arbeitsalltag der Werkstatt erlangen konnten.

Bisher sind 17 Werkstätten aus Sachsen für den Schichtwechsel 2026 registriert.

Über die LAG WfbM
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen e.V. fördert den Austausch, die Vernetzung und die Zusammenarbeit der sächsischen Werkstätten. Es ist der Anspruch der 60 Mitglieder der LAG WfbM Sachsen, gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft, Leistungsträgern, Leistungsberechtigten sowie Interessenverbänden die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen abzusichern und stetig weiterzuentwickeln.
Bei Interesse und Fragen rund um den Schichtwechsel in Sachsen steht Ihnen Frau Nitzsche gern zur Verfügung:

Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen e.V.
Elisabeth Nitzsche
Untere Aktienstraße 12
09111 Chemnitz
Mobil: 0162 – 2957991
E-Mail: elisabeth.nitzsche@wfbm-sachsen.de

Weitere Informationen
Eine Übersicht aller sächsischen Werkstätten, die dieses Jahr am Schichtwechsel teilnehmen, finden Sie hier: Teilnehmende – BAG WfbM